Filmreihe
Film bewegt, irritiert, inspiriert. Er erzählt Geschichten, bringt Gefühle ins Spiel und Gedanken in Gang. Was auf der Leinwand berührt, greifen wir im Austausch auf, um zentrale Fragen von Leben, Glauben und Gesellschaft gemeinsam zu vertiefen.
Sind wir alle Gleich?
Wie um Menschenrechte geringen wird
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Das statuiert die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 kraftvoll gleich in ihrem ersten Artikel. Doch gerade die Anerkennung der Gleichheit der Menschen ist keine angeborene Selbstverständlichkeit, sondern musste (und muss) immer erst erkämpft werden, gesellschaftlich wie individuell. Auf der Leinwand werden die so errungenen Menschenrechte konkret und sichtbar gemacht. Die Filmreihe greift exemplarisch in fünf Themenfeldern das Ringen um Gleichheit und Menschenrechte auf und lädt zur Auseinandersetzung ein.
Kooperationspartner
sichtbar
Jüdisches Leben in Deutschland
Juden leben in Deutschland. Das war schon immer so. 1700 Jahre bezeugen dies eindrücklich. Doch selbstverständlich war dies nie. Auch das war schon immer so – die ganzen 1700 Jahre hindurch. Und ist es nicht bis auf den heutigen Tag, wenn Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, sich für die Zukunft wünscht, „dass jüdisches Leben, jüdische Gemeinden als etwas ganz Selbstverständliches angesehen werden …“. Diesem Mangel an Selbstverständlichem gilt es entgegenzutreten. Denn niemand kann ihm ausweichen oder ihn verleugnen, ohne ihn zu vergrößern. Dem „Noch-nicht“ Ausdruck zu verleihen, ihm ein Gesicht zu geben, dem Absenten Präsenz einzuräumen – das markiert die hohe Kunst der Kunst: im Bild, im Klang, im Film. Wo das geschieht, eröffnet sich ein Raum, ein Ort im Auge des Betrachters, der jüdische Kultur und Religion in seiner Vielfalt als etwas ganz Selbstverständliches sichtbar werden lässt.
Kooperationspartner
Showdown am Amazonas
Kooperationspartner
Total Normal
Kooperationspartner
Projektionen
DAS GEGENÜBER IM FILM
Das Projekt „Im Gegenüber“ der Diözese Würzburg macht auf die Bedeutung des Anderen aufmerksam. Die Filmreihe „Projektionen“ greift diese Konstellation auf und blickt auf das Gegenüber im Film. Aber nicht nur im Film wird dies gezeigt, gespielt und vorgeführt, sondern auch das „Filme-Sehen“ selbst ist ein Vorgang im Gegenüber.
Die Filme beleuchten unterschiedliche Facetten: Der Science-Fiction-Film Ex Machina thematisiert mit dem Fokus auf die künstliche Intelligenz die Frage: Wann handelt es sich um ein personales Gegenüber? Zelig, die fiktive Biografie eines menschlichen „Chamäleons“, problematisiert die Auflösung des Ich´s im Gegenüber. Lé Passé nimmt die Vielfalt von Beziehungen und deren Themen in den Blick.
Kooperationspartner
Modellierungen | Spannungsfelder
Mensch werden
Hitlers Theologie
Am 30. Januar 1933, vor 80 Jahren, wird Adolf Hitler von Reichspräsident Hindenburg als Reichskanzler vereidigt. Dieses Datum markiert das Ende der ersten Demokratie in Deutschland und es beginnt die nationalsozialistische Diktatur mit katastrophalen Folgen. Hitler propagiert sein Projekt völkischer Politik von Anfang an im Namen Gottes. Er fordert vom deutschen Volk den unbedingten Glauben daran und versteht sich selbst als Vollstrecker der Vorsehung. Er inszeniert seine Macht, indem er sie theologisch zu legitimieren versteht.
Der Vortrag von Rainer Bucher geht diesen Gedanken nach und stellt sich „Hitlers Theologie“. Solch ein Titel verstört. Doch es gibt eine Rede von Gott, der man nicht zustimmen kann und darf. Im Anschluss an Vortrag und Gespräch zeigen wir „Der große Diktator“ von Charlie Chaplin. Gerade in der Form der Parodie gelingt es Chaplin, Hitlers Inszenierung von Macht zu konterkarieren und im Jahr 1940 die vielleicht schärfste Kritik an ihr zu üben.
Entfaltungen im Alter(n)
Brasilien
Brasilien ist flächen- und bevölkerungsmäßig das fünftgrößte Land der Erde. Mit der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt ist Brasilien das bedeutendste Schwellenland Lateinamerikas. Durch globale Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft 2014 oder der Katholische Weltjugendtag 2013 gerät dieses Land zunehmend in den Blick der Weltöffentlichkeit. Brasilien ist ein Land auf der Schwelle zwischen vielen Gegensätzen wie den kleinen archaischen indigenen Kulturen und den Millionenmetropolen, den riesigen landwirtschaftlich genutzten Flächen und den gewaltigen Urwaldlandschaften am Amazonas, der artenreichsten Vielfalt an Pflanzen und Tieren und dem technischen Interesse am Abbau der enormen Vorkommen an Bodenschätzen für den Weltmarkt, der Armut in den Favelas der Großstädte und dem wachsenden Reichtum des ökonomisch erfolgreichen Mittelstands.
Aus Anlass der Unterzeichnung der Partnerschaft zwischen der Diözese Würzburg und der brasilianischen Diözese Óbidos am Amazonas gibt die Filmreihe Einblicke in dieses facettenreiche Land auf der Schwelle. Im Anschluss an die Filme findet jeweils ein moderiertes Gespräch vor Ort statt. Die Delegation aus Óbidos ist bei dem Film „Birdwatchers“ und dem anschließenden Gespräch anwesend. Der Regisseur Martin Keßler ist bei der Vorführung seines Films „Eine andere Welt ist möglich?“ dabei und nimmt am anschließenden Gespräch teil.
Macht Macht Ohnmacht
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Studienleiter
Ansprechpartner für Glaube und Kirche
Telefon: 0931 386-43 180